Achdé, unter welchen Umständen haben Sie die Nachfolge von Morris angetreten, um die Abenteuer von Lucky Luke fortzusetzen?
Achdé: Ich habe mich schon immer für Lucky Luke begeistert, selbst als Kind... Dann habe ich 1998 an einem Kollektiv teilgenommen, das eine Hommage an Morris schuf. Bei dieser Gelegenheit bin ich Madame Morris in Belgien begegnet, zufällig an meinem Geburtstag. Am Ende des Abends kam sie auf mich zu und sagte: "Sind Sie Achdé? Ihre Geschichte hat Morris sehr gefallen." Sie sagte nur diesen kurzen Satz, aber das war für mich das schönste Geschenk, das es gibt. Ich war wirklich gerührt. Leider war Morris da schon zu Bett gegangen, weil er ziemlich müde war. So war er: trotz seines ungeheuren Talents wirklich bescheiden, das hat mich schon immer beeindruckt. Eines Tages hat man mich dann gebeten, mal einen Versuch mit Rantanplan zu machen, für eine Ausgabe mit kurzen Strips. Eine große Ehre. Unterdessen ist Morris leider gestorben. Kurz darauf hat mich man für Lucky Luke angesprochen. Ich habe einige Versuche gemacht, die gut angekommen sind. Dabei hatte ich unglaubliches Glück.




