Die Gebrüder Dalton spielen in den Lucky-Luke-Bänden eine sehr wichtige Rolle; neben Lucky Luke selbst treten sie am häufigsten auf. Im Album „Die Gesetzlosen“ traten sie ein in die Welt des lonesome cowboys. Bob, Grat, Bill und Emmet, die im wahren Leben Nachahmer der berühmten Jesse-James-Bande waren, wurden allerdings am Ende dieser Geschichte getötet. Die darauf folgenden vielen Leserbriefe brachten Morris und Goscinny aber auf die Idee, die Dalton Geschichten ab dem Band „Vetternwirtschaft“ weiterzuführen: Die Vettern der Verstorbenen, Joe, William, Jack und Averell Dalton, die ihren Vorfahren bis aufs Haar gleichen, haben seitdem das Ziel, sich an Lucky Luke zu rächen.
Mit ihren langen, eckigen Kinnen, den schwarzen Schnauzbärten und den abstehenden Ohren sehen sie alle gleich aus. Natürlich tragen sie auch immer die gleichen Klamotten, bei denen die typischen Hüte mit je einem Einschussloch nicht fehlen dürfen. Charakteristisch für die Daltons ist ihre unglaubliche Dummheit: eine gewisse Intelligenz entwickeln sie lediglich bei ihren Ausbruchversuchen. Während gerade das Auftreten aller vier Brüder so komisch ist, sind der kleine Joe und der große Averell besonders präsent. Der stark erregbare und gefährliche Joe gilt unter den Brüdern als der „intelligenteste“ und wird daher als das Oberhaupt gesehen. Goscinny bezeichnet ihn wohl treffender als den Dümmsten der Vier. Averells gesamtes Interesse gilt in der Regel dem Essen, ansonsten brilliert er als klassischer Idiot.
Ein Zeichen ihres Ruhms ist nicht zuletzt, dass die Frage nach ihren Namen immer wieder in TV-Quiz-Shows auftaucht....




