Über die Totengräber liest man gemeinhin etwas weniger als über die restlichen Charaktere aus der Welt des lonesome cowboy. Das ist eigentlich verwunderlich, denn diese zynischen Herren tauchen mit großer Regelmäßigkeit immer wieder auf: Bei Gerichtsverhandlungen stellen sie großzügig die Spende eines Sarges für den noch lebenden Angeklagten in Aussicht. Bahnt sich irgendwo eine Schießerei an, steht sicher ein Herr dieser Zunft feixend in der Nähe und freut sich auf „Kundschaft“… Man muss sich wirklich wundern, dass die Beschäftigten in Bestattungsunternehmen nie gegen Morris und seine negative Darstellung dieses Berufszweiges protestiert haben!
Morris selbst erzählt, dass er für die Karikaturen, die er während seiner Studien bei den Jesuiten zeichnete, immer wieder bestraft wurde. Dennoch dienten diese Karikaturen bis zu seinem Tode als Vorlage für die aberwitzigenTotengräber. Dass diese Figuren nicht unumstritten waren, zeigte sich auch bei der Adaption der Hefte für amerikanische Zeichentrickfilme: Die beiden amerikanischen Bearbeiter, Cliff Roberts und Glenn Leopold, befürchteten den Ärger des Bureau of Standards and Practices, der Selbstzensurstelle des amerikanischen Fernsehens. Glücklicherweise wurde die Sache aber beigelegt, so dass die Totengräber ihr Unwesen unverändert auch in Amerika treiben durften.




