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Die Indianer



In "Die Daltons in der Schlinge" haben es die Dalton Brüder mit den hart gesottenen "Plattkopfindianern" zu tun. Die Indianer als tragendes Element in der Welt von Lucky Luke? Das war nicht immer so. Was Rothäute angeht, zeigte sich Morris ursprünglich eher diskret... Höchstens begegnet man in "Die Goldmine" von Dick Digger (1947) mal flüchtig einem "Wolfskopf". "Flinke Schildkröte" und "Igel-der-im-Mondschein-singt" haben einen Blitzauftritt in "Der Doppelgänger". Tatsächlich begegnet man erst 1955, nachdem René Goscinny dazu gestoßen ist, den Gelbfüßen, einem berühmt berüchtigten Indianerstamm, der alles versucht, um das Vordringen der Eisenbahn durch die Prärie aufzuhalten.

In "Der falsche Mexikaner" (1956) verspricht der verschlagene Pedro Cucaracha einigen Rothäuten "Ströme von Whisky". Verbündet mit den farblich abgestimmten Gelb- und Grünfüßen wollen die Blaufüße ein von Lucky Luke verteidigtes Städtchen niederbrennen... Darauf folgt ein Feuerwerk an Gags mit der abschließenden Moral, dass selbst eine kunterbunte Einigkeit nicht immer stark macht. In "Auf nach Oklahoma" (1958) tauschen die Cherokee, Creek, Chickasaw, Choctaw und andere Seminolen klugerweise ein paar Glasperlen gegen Ölfelder... Eine gute Wahl! Die "Kolonisierung" steht auch im Mittelpunkt der "Schwarzen Berge" (1961). In "Die Daltons auf dem Kriegspfad" (1962) werden die Brüder von den redegewandten Apachen gefangen genommen. Die Sioux umzingeln in "Kalifornien oder Tod" (1962) einen Treck. Lucky Luke muss viel Überzeugungsarbeit leisten, um Colonel Mac Straggle, einem ranghohen Schwachkopf, auszureden, mit seiner 20. Kavallerie einen Stamm der Cheyenne zu massakrieren.


Mitsamt Colt und Pferd in die Comiczeitschrift "Pilote" versetzt, erteilt die Bundesbehörde für Indianerangelegenheiten dem glücklichen Cowboy einen wichtigen Auftrag: Er soll zwischen der amerikanischen Armee und einer von einem gewissen Patronimo angeführten Bande einen Nichtangriffspakt aushandeln... Seine Piste führt zwangsläufig durch den Apache Canyon (1970).
Später widersetzen sich Indianer dem "Singenden Draht" (1977) oder singen im Duo mit "Sarah Bernhardt" (1982). "Fingers" (1983), alias Gaston der Unnachahmliche, wagt vor den staunenden Sioux einige Kartenkunststücke.

"Die Verlobte von Lucky Luke" (1985) tanzt mit einem Komantschen, der sich als guter Partner erweist. Diese Geschichte schließt auch mit dem berühmten Spruch: "Die Ehe ist eine herrliche Institution, die es zwei Menschen erlaubt, gemeinsam alle Schwierigkeiten zu meistern, die sie nie gehabt hätten, wenn sie ledig geblieben wären." Ein Aphorismus von Guy Vidal, der in "Die Daltons in der Schlinge" buchstäblich umgesetzt wird.


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