Der unbestreitbare Unterhaltungswert dieses Albums wird noch gesteigert, wenn man weiß, dass dieses Abenteuer von Lucky Luke das allererste überhaupt ist, für das der begnadete René Goscinny das Szenario geschrieben hat. Es bedeutet einerseits den Beginn der fruchtbaren Zusammenarbeit von Morris und Goscinny, aber auch einen Wendepunkt für Lucky Luke selbst. Waren die Geschichten über den lonesome cowboy anfangs eher fröhlich-humoristisch angelegt, werden sie jetzt ironisch, parodistisch – mit einem kleinen, würzigen Schuss Zynismus.
Das Album entstand bereits im Jahre 1955 (als überall noch hemmungslos geraucht werden durfte) und es bedarf keines professionell geschulten Auges, um zu sehen, welche Entwicklung von da an auch der Zeichner Morris machte. "Die Eisenbahn durch die Prärie" ist bis dato nur in kleinauflagigen Sammlereditionen erschienen und dem breiten Publikum weitgehend unbekannt.
Das Abenteuer beginnt im Büro der Transcontinental Railway. Dort ist man besorgt. Die Arbeiten an der ersten Eisenbahnlinie quer durch Nordamerika kommen ins Stocken. Bei Dead Ox Gulch, gleich hinter Chicago und in Puertitas, in der Nähe von San Francisco.





